Camping, Caravaning

Fettnäpfchen garantiert vermeiden – der Camping Knigge

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Ob alt eingesessene (Dauer-) Camper oder die die einfach einmal hin und wieder eine Auszeit brauchen. Auf einem Campingplatz tummeln sich die unterschiedlichsten Charaktere. Oft kommen Besucher auf Campingplätzen aus verschiedenen Teilen Deutschlands oder sogar aus dem benachbarten Ausland. Um ein harmonisches Zusammenleben auf unbestimmte Zeit zu gewährleisten, gibt es einige Campingplatz-Regeln, die unbedingt beachtet werden sollten, damit man sich nicht schutzlos dem Unmut des Nachbarn aussetzt.

Generell gilt auf jedem Campingplatz: leben und leben lassen. Rücksicht aufeinander zu nehmen, den Nachbarn und seine Wünsche zu respektieren und auf der anderen Seite auch einmal unaufgefordert seine Hilfe anbieten. Vielen scheint der Spagat zwischen dem Respektieren der Privatsphäre und einem freundschaftlichen Verhältnis mit den Campingnachbarn schwer zu fallen oder es wird gar über das Ziel hinausgeschossen. Mit dem Beachten einiger Campingplatz-Regeln wird Campingurlaub ob kurz oder lang für alle Beteiligten erholsam und bereichernd.

10 Do’s and Dont’s für das richtige Verhalten auf dem Campingplatz

Es wird sich geduzt

„Einen schönen Guten Tag. Mein Name ist Herr Müller und das hier meine Gattin Frau Müller.“ – Solche Begrüßungen schaffen sofort eine emotionale Distanz zum Nachbarn und sind auf dem Campingplatz einfach unangebracht.

Es wird sich gegrüßt

„Guten Morgen“, „Guten Abend“ oder ein einfaches „Hallo“ sollten auch sonst eher anonym lebende Großstädter hervorbringen und sind auf dem Campingplatz absolute Pflicht.

Diskretion wahren

Auch wenn auf einem Campingplatz ein noch so schönes freudiges Miteinander herrscht, gibt es immer wieder Camper, die auf ihre Privatsphäre bestehen. Auch diese sollte unbedingt akzeptiert werden. Oft bekommt man schon beim ersten Gespräch über die Parzelle hinweg mit, wie der Nachbar tickt. Hat er keine Lust auf ein gemeinsames Grillen oder Bierchen am Abend sollte das respektiert und niemandem aufgezwungen werden.

Wege benutzen

Auf jedem Campingplatz befinden sich gut ausgebaute Wege, die zu den sanitären Anlagen führen, zum Parkplatz oder zur Imbissbude. Die Parzellen der anderen Camper sollten daher respektiert und nicht als Abkürzung benutzt werden.

Hunde anleinen

Campingplätze, auf denen Hunde gestattet sind, verfügen meist über einen Regelkatalog für Hunde der unbedingt beachtet werden soll. Generell gilt jedoch: Hunde anleinen, Tretminen beseitigen, regelmäßig Gassi gehen und den Hund unter gar keinen Umständen auf den Campingplatz geschweige denn an den Nachbarcaravan urinieren lassen.

Ruhezeiten einhalten

Die vorgeschriebenen Ruhezeiten insbesondere die Nachtruhe einzuhalten ist für alle Camper obligatorisch. Der Campingurlaub soll schließlich zur Erholung dienen. Fernseher, Stereoanlagen und Gespräche sollten in einer moderaten Lautstärke betrieben werden und während der Nachtruhe unbedingt unterbunden oder auf das Minimalste reduziert werden.

Nach den Habseligkeiten der Nachbarn schauen

Sollte es einmal oder regnen oder stürmen und der Parzellennachbar ist gerade nicht anwesend, kann gern unaufgefordert angepackt und die Wäschespinne, der Grill oder das Vorzelt regen- und sturmsicher gemacht werden.

Sanitäre Anlagen sauber halten

Nichts ist unappetitlicher als fremde Haare im Abfluss oder eine dreckige Dusche. Die sanitären Anlagen auf Campingplätzen sind für alle da und sollten genauso verlassen werden, wie man sie sich vorzufinden wünscht. Dazu zählen auch das gemeinschaftliche Abwaschbecken und selbstverständlich die Toiletten. Letztere dürfen übrigens stets und ständig benutzt werden, Wildpinkeln ist strengstens untersagt und schafft garantiert kein gutes Klima unter den Campingfreunden.

Ordnung halten und die Natur wertschätzen

Ist es auch noch so verlockend, dem Großstadtdschungel einmal entflohen, ein paar der schön blühenden Pflanzen am Wegesrand zu einem Strauß zu pflücken und auf den Esstisch zu stellen. Pflanzen bleiben dort wo sie sind. Außerdem ist es selbstverständlich, dass der eigens produzierte Müll regelmäßig entsorgt wird und nach einem Abend des gemütlichen Beisammenseins etwaige Kippenstummel und Bierdeckel eingesammelt werden.

Einen Gang runter schalten  Ein (Camping-)Urlaub ist in erste Linie dazu da, den Alltag zu entschleunigen und sich zu erholen. Das gilt auch für Fortbewegungsmittel auf dem Campingplatz. Sowohl mit Fahrrädern als auch mit Autos sollte auf dem gesamten Campingareal langsam und mit Bedacht gefahren werden.